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Amperland, Heimatkundliche Vierteljahresschrift für Dachau, Freising, Fürstenfeldbruck; 43. Jahrgang, 4. Vj. 2007 Heft 4; Prof. Dr. Wilhelm Liebhart: An Lexika zur Kunst besteht kein Mangel, sodass sich zu Recht die Frage
nach dem Sinn und Zweck eines einbändigen, über 5.000 Stichworten
zählenden Lexikons zur Kunst- und Kulturgeschichte stellt. Der Autor
Dr. Peter Hawel, katholischer Theologe und Kunsthistoriker mit reicher
Lehrerfahrung an Gymnasien und an der Fachhochschule Weihenstephan, ist
bereits mit einem "Wörterbuch zur abendländischen Kunstgeschichte"
(Schnell & Steiner) bzw. mit dem "Wörterbuch zur Kunstgeschichte"
(dtv) hervorgetreten. Das hier anzuzeigende Lexikon richtet sich zwar
in erster Linie an Kunsthistoriker und an Kunst allgemein interessierte
Leser, ist aber auch dem Historiker, Landeshistoriker, Volkskundler und
dem wissenschaftlich arbeitenden Heimatforscher von großem Nutzen.
Der Verfasser vertritt einen universalen und interdisziplinären Ansatz,
wenn er in der Einleitung schreibt, "erstmals" den "Versuch
unternommen" zu haben, "die gängigen Begriffe" der
Kunstgeschichte, "um weitere Begriffe aus der Geschichte und Altertumskunde,
aus der Religionsgeschichte und der Theologie, aus der Rechtswissenschaft
und Staatswissenschaft sowie der Kultur und des Brauchtums" erweitert
zu haben. Dieses Konzept ist in höchstem Maße lobenswert, da
etwa der an der Kunstgeschichte interessierte Historiker oder auch der
Heimatforscher auf dem flachen Lande nicht die großen gängigen
Lexika wie das "Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens",
das "Lexikon der christlichen Ikonographie", das "Lexikon
des Mittelalters", das neue "Lexikon für Theologie und
Kirche", das "Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte",
das "Staatslexikon" usw. zur Hand hat.
Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte, Band 69, Heft 2
/ 2006, Peter Hawel, Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur, München 2005, Hawel Verlag, 856 Seiten, 132 Zeichnungen. Ein neues, einbändiges "Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer
Kultur" muß sich hier abgrenzen gegenüber seit Jahrzehnten
anerkannten und immer neu aufgelegten Standardwerken, etwa dem von Johannes
Jahn (Wörterbuch der Kunst, Kröner Verlag 1939) oder dem Kunstbrockhaus
(seit 1987).
Darmstädter Echo, vom 05.12.2006: Peter Hawels Anspruch an das eigene Lexikon ist groß. Er will in
seinen Stichworten die kunsthistorischen Stichworte als "Ausgangspunkt
und Grundgerüst" und sie durch ein umfangreiches Verweissystem
wieder mit der Geschichte ihrer Zeit verbinden. Sein Anspruch ist es,
dem Begriff Barock Verweise auf Muschel, Perspektive, illusionistische
Architekturmalerei, Stuckmarmor, Fassade, Stuck, Cherub, Putto und neuen
weitere Stichwörter beizugeben. Hawel lädt dadurch dazu ein,
sein Lexikon als Schmöker der Begriffe zu nutzen. Wer dem Barock
mehr als Jahreszahlen oder Königsnamen zuordnen will, kann bei ihm
in Stichworten schwelgen ("Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer
Kultur". Hawel Verlag. 864 Seiten, 132 Schwarzweißbilder, 49
€. ISBN 3-9810376-0-X). Das Goethanum, Nr. 45 vom 03.11.2006
Erbe und Auftrag, Benediktinische Zeitschrift, 82. Jahrgang, Heft
3 / 2006 Wer ein Kunstlexikon sucht, findet einige auf dem Büchermarkt. Das von Peter Hawel ist anders, schon auf den ersten Blick. Es enthält keines der üblichen Farbbilder in Miniaturformat, sondern sehr informative Strichzeichnungen zur Erläuterung einzelner Artikel. Diese selbst sind überraschend breit schließen - wie der Titel besagt - die abendländische Geschichte ein, aber auch Kirchengeschichte, Liturgie, Ikonographie, Mythologie, Kunstgewerbe und anderes. Dies erspart dem Benutzer das mühsame Suchen in anderen Fachlexika. Dahinter steckt jedoch mehr, nämlich die Absicht des Autors, die umfassenden Zusammenhänge rasch zu erschließen, in den Kunstwerke, vor allem der älteren Epochen, stehen, und vielen heute nicht mehr gegenwärtig sind. In diesem Ansatz schlägt sich die jahrzehntelange Unterrichtserfahrung des Autors nieder. Alle rund 5.000 Artikel stammen von ihm, woraus sich der konzeptionelle geschlossene Eindruck des Werkes ergibt. Zeitlich reicht der Horizont von der Eiszeitkunst bis zur Gegenwart. Wertvolle Ergänzungen liefern die beigegebenen Karten, Kaiserlisten und Stammtafeln. Dagegen wurde auf Künstlerartikel ebenso verzichtet wie auf Orts- und Länderartikel (mit Ausnahme wie z.B. "niederländisch") - hier ist man dann doch auf ergänzende Nachschlagewerke angewiesen. Die Texte sind sorgfältig formuliert, arbeiten mit vielen Querverweisen und sind in einer gut lesbaren Schrifttype gesetzt, verzichten allerdings auf bibliographische Hinweise. Die inhaltliche Ausweitung bringt es mit sich, dass man den einen oder anderen kunsthistorischen Artikel vermisst. Beispielhaft seien zum Buchstaben "N" genannt: Nabis, Nachgotik, Narrenschiff, Neurokoko, Notname. Insgesamt fehlt kaum Wesentliches, was die Brauchbarkeit des Nachschlagewerkes nachhaltig belegt. Gerade dem Studierenden und dem interessierten Laien leistet es kompakte und erschöpfende Dienste.
Augsburger Allgemeine, Wochenend-Journal vom 24.06.2006 Kunst & Geschichte von A bis Z
Vorabdruck vom 29.05.2006 des Jahrbuches HEILIGE KUNST, 2005/2006 Peter Hawel: Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur. München (Hawel Verlag) 2005. (860 S., 132 Zeichng., geb. m. Schutzumschlag u. Leseband, 19 x 24,5 cm, ISBN 3-9810376-0-X, € 46,20). Wer sich durch den Titel dieses erstaunlichen, ganz ausgezeichneten Handbuchs
mit über 5000 Stichwörtern, zahlreichen Karten und Skizzen,
einer Kaiserliste von Augustus bis Wilhelm II. und Stammtafeln wichtiger
Dynastien vornehmlich in die Vergangenheit geführt sehen mag, der
wird sich die Augen reiben. Denn gleichsam auf Schritt und Tritt begegnet
man darin auch den wichtigsten Kunstströmungen der Moderne und zumal
des 20. Jahrhunderts mit ihren zahllosen Avantgarden, Repräsentanten
und Manifesten, die dazu noch oft im Wortlaut zitiert werden. Von der
Abstraction-Création und vom Action Painting bis zur Gruppe Zero
habe ich dazu nicht nur weit über 100 einschlägige Artikel gezählt,
sondern zugleich präzise und verständliche Definitionen, Beschreibungen
und Verbindungslinien gefunden, wie man sie sonst selbst in der Fachliteratur
meist vergeblich sucht. Ähnliches gilt übrigens auch für
das ebenso ergiebige Behandlung findende, dem Laien oft unübersichtliche
Spektrum künstlerischer Verfahren, Mal-, Zeichen- und Drucktechniken
und den dabei verwandten Mitteln und Materialien aus Geschichte und Gegenwart,
aber auch von den gleichfalls behandelten handwerklichen Techniken und
Gerätschaften, von arznei-, bau-, literatur-, mineralien-, münz-,
pflanzen-, schrift-, sprach-, standes-, stern- und waffenkundlichen Termini,
für deren Klärung man anderweitig lange zu suchen und auf allerhand
Spezialliteratur zurückzugreifen hätte. Wie selbstverständlich
erfahren, darüber hinaus, das kunsthistorische und ikonographische
Fachvokabular, die zahllosen Motive und Gestalten zumal der biblischen
Geschichte, der Hagiographie und der christlichen Symbol- und Bilderwelt
im engeren Sinn, aber auch zahlreiche zentrale, einschlägige Begriffe
aus den Bereichen der Liturgiewissenschaft, der Theologie, der Religionswissenschaft
und Symbolforschung, der Staats-, Rechts- und Politikwissenschaften in
diesem Lexikon ebenso profunde wie kundige, dabei stets gut verständlich
bleibende und durch Querverweise hervorragend erschlossene, weithin erschöpfende
Behandlung. Aber auch damit nicht genug. Denn Ähnliches wäre
zu sagen bezüglich der eindringlichen Berücksichtigung der wichtigsten
Epochen der Vor- und Frühgeschichte, aber auch der Religions- und
zumal der Kirchen-, Ordens-, Brauchtums- und überhaupt der Frömmigkeitsgeschichte,
ganz zu schweigen von Überblicken zur Entwicklung und Ausprägung
der wichtigsten Bau-, Stil- und Kulturepochen und -merkmale. Geboten werden
ferner in reicher Fülle Themen, Motive und Gestalten der antiken
Mythologie, Philosophie und Geschichte, der alteuropäischen und -orientalischen
sowie der indogermanischen Stoff- und Sagenbereiche, und vieles andere
mehr. Die geradezu unübersehbare Zahl und Reichhaltigkeit der Lemmata
machen dieses Handbuch zu einer einmaligen Fundgrube von materialenzyklopädischem
Rang, die ihresgleichen sucht. Zu den weiteren Besonderheiten des Werkes
und seines universal gebildeten, stupend informierten und informierenden
Autors gehört, neben einer Fülle hervorragender Zeichnungen
und Karten, die erstaunliche Interdisziplinarität der Behandlungsweise
und das konstante Bemühen um konsequente Kontextualisierung und Situierung
der Monumente der Vergangenheit in ihrem genuinen, heute nur noch schwer
zu entschlüsselnden Sinn- und Bedeutungszusammenhang. Man mag die
sehr knappen, summarischen Literaturhinweise auf einige wichtige Großlexika
am Schluss bedauern oder auch als Mangel rügen. Aber das schlägt
nur gering zu Buche angesichts des skizzierten enzyklopädischen Reichtums
und der ganz außergewöhnlichen Qualitäten dieses wirklich
einmaligen Nachschlagewerks, das nicht nur in jede Bibliothek gehört,
sonder etliches sonst darin vielleicht fehlende gültig zu ersetzen
vermag und daher uneingeschränkte Empfehlung verdient.
Schönere Heimat, Vierteljahresschrift des Bayerischen Landesvereins
für Heimatpflege e.V., 95. Jahrgang, 2006 / Heft 2 Hawel, Peter: Lexikon zur Kunst & Geschichte abendländischer Kultur. - München (Hawel Verlag), 2005. 857 Seiten m. Abb., € 46,20. Peter Hawel legt mit diesem Werk ein völlig neu erarbeitetes Lexikon
zu Kunst und Geschichte vor. Ausgehend von der künstlerischen Moderne
erfaßt es mit seinen über 5 000 Stichworten nicht allein den
Bereich der abendländischen Kultur, sondern erschließt zugleich
deren Grundlagen in der Antike. So finden künstlerische Formen aus
der Vorzeit - etwa solch scheinbar gegensätzliche Formen wie die
Megalithkultur oder die allbekannten Pyramiden - ebenso Berücksichtigung
wie die Darstellung griechischer Mythen, die Bedeutung mittelalterlicher
Reliquiare, das Ringen der Renaissance-Künstler um Anerkennung ihrer
Kunst als Wissenschaft, die vielfältigen Anspielungen barocker Bildwerke
oder die kultischen Bezüge der Krönungsinsignien deutscher Könige.
Berücksichtigt wurden darüber hinaus zahlreiche moderne Kunstströmungen,
deren lexikalische Erwähnung Zitate der Künstler ergänzen.
So ist es dem Benutzer möglich, scheinbar unzusammenhängende
Stilrichtungen und Bewegungen der Moderne zu erfassen und Verbindungslinien
zu erkennen.
Stuttgarter Zeitung Nr. 109, Ausgabe vom Freitag, den 12. Mai 2006, Die Hostie, die Weihespeise der katholischen Eucharistie, war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit oft Gegenstand ritueller Schändungen sowie wundersamer Rettungsaktionen, was sakrale Gemäldezyklen mitunter auch bildlich dokumentieren. Wer mehr dazu wissen möchte, schlägt am besten unter "Hostienfrevel" in Peter Hawels "Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur" nach. Der Autor, der die Kompetenzen des Kunsthistorikers mit denen des Theologen vereint, hat sich zum Ziel gesetzt, das insbesondere für die vormoderne Kunst nötige Hintergrundwissen zusammenzustellen. Neben sachlich erläuterten Fachbegriffen der Malerei, Skulptur und Architektur liefert der Band Parallelinformationen aus Mythologie und Symbolforschung, vor allem aber aus Kirchengeschichte und Liturgiewissenschaft, sodass sich Hawel speziell für alles Alteuropäische als kenntnisreicher Helfer erweist. Doch auch zur Pop-Art oder zur Performance bietet er noch Stichworteinträge, die wir teilweise richtig gut finden könnten, wären da nicht die fehlenden Literaturhinweise für professionelle Nutzer. Peter Hawel: Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur.
Hawel Verlag, München, 856 Seiten, 46,20 Euro.
Westfälische Nachrichten Peter Hawel: Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur.
Hawel Verlag, 856 Seiten, 46,20 €.
Amtsblatt für das Erzbistum München und Freising Peter Hawel, Lexikon zur Kunst und Geschichte abendländischer Kultur. Auf den ersten Blick hat es den Anschein, als ob mit dem vorliegenden Werk "nur" ein weiteres Handbuch der abendländischen Kunstgeschichte auf den Markt gekommen ist. Bei näherem Hinsehen jedoch erweist sich dieses Lexikon auf verschiedenen Gebieten als ein erfrischendes Novum: Während viele andere Handbücher aus dem o.g. Bereich sich auf die rein kunsthistorische Erklärung der Begriffe beschränken, unternimmt dieses Lexikon den gelungenen Versuch, gerade auch die theologie- und frömmigkeitsgeschichtlichen Aspekte der abendländischen Kunst in angemessener und verständlicher Weise zu erläutern. Gerade dies ist umso notwendiger, da sich bekanntlich ein Großteil der abendländischen Kunst- und Kulturgeschichte nur aus der Theologiegeschichte heraus richtig deuten läßt, ein Faktum, das leider immer mehr in Vergessenheit zu geraten scheint. Gerade aus diesem Grund gebührt dem Verfasser (Theologe, Archäologe, Germanist und Kunstgeschichtler) dieses Lexikons ein großer Dank, da er die Fachbegriffe der Kunst auch immer, je nach Epoche, in einem altertumswissenschaftlichen, theologischen, soziologischen oder juristischen Zusammenhang stellt. Daher kann dieses Lexikon uneingeschränkt empfohlen werden |